Veiling Rhein-Maas mit konstant hohem Umsatzniveau in schwierigem Marktumfeld

16 Juli 2026

Veiling Rhein-Maas hat im 1. Halbjahr 2026 einen Produktumsatz von 245 Mio. Euro erzielt und liegt damit genau auf dem Umsatzniveau des Vorjahres. „Wir sind mit diesem Ergebnis zufrieden, denn das erste Halbjahr war von einem ständigen Auf und Ab geprägt – vor allem aufgrund des oftmals ungünstigen Wetters.

Nach einem eher schwachen Start mit starken Minusgraden, Eis und Schnee im Januar und Februar verlief im März auch der Start in die Frühjahrssaison durchwachsen. Es folgten ein starker April und ein sehr wechselhafter Mai, der unsere Erwartungen nicht erfüllt hat. Der Juni begann für uns stark, doch die Hitzewelle in der zweiten Monatshälfte hat die Vermarktung wieder ausgebremst. Dass wir trotz dieses wechselhaften Verlaufes wieder das Umsatzniveau aus dem Vorjahr erreicht haben, ist als Erfolg zu werten und spricht für das Potenzial von Veiling Rhein-Maas, unsere Verkaufskanäle, Sortimente und logistischen Prozesse“, sagen Günther Esser und Cees Hoekstra, Geschäftsführung Veiling Rhein-Maas.

Vermarktungssituation

Der Mai startete bei der Versteigerung von Schnittblumen mit einem guten Muttertags-Geschäft. Die anschließenden Wetterkapriolen reichten von sehr kühlen Eisheiligen bis hin zu fast hochsommerlichen Temperaturen. Das hat den Abverkauf bei Schnittblumen durcheinander gewirbelt. Zuerst gab es nicht genug Ware, weil es kühl und dunkel war. Dann kamen etwa Päonien und Gerbera in größeren Mengen, aber der Abverkauf schwächelte wegen der dann hohen Temperaturen. Im Juni lag die angelieferte Menge an Schnittblumen unter dem Vorjahreswert. Die außergewöhnlich starken Schwankungen zwischen kühlen Temperaturen einerseits und Hitzerekorden andererseits war eine große Herausforderung für die Produktion. So haben Produzenten wegen des schwachen Abverkaufs während der großen Hitze z. B. bei Helianthus komplette Sätze nicht geerntet. In der kühleren Zeit zwischen Anfang und Mitte Juni waren der Abverkauf und die Nachfrage stabil und gut.

Bei Topfpflanzen hat der kalte Winter bei vielen Verbraucher*innen offenbar dazu geführt, die Frühlingsbepflanzung im milden April zu überspringen und gleich die Sommerbepflanzung anzugehen. Das hat mit dazu geführt, dass der Mai als eigentlicher Hochsaisonmonat für Veiling Rhein-Maas deutlich gedämpfter ausgefallen ist. Der Juni startete bei der Versteigerung von Topfpflanzen vielversprechend und der Warenwert des Vorjahresmonats konnte klar übertroffen werden. Der Verkauf von Großstauden lief gut an und auch Beetpflanzen wurden gut abgerufen. Die Hitzewelle in der zweiten Monatshälfte hat dann auch die Vermarktung von Topfpflanzen stark beeinträchtigt.

Beim Klokservice haben sich Schnittblumen etwas besser entwickelt als erwartet. Es ist aber zu spüren, dass der Markt unter Druck steht, das gilt insbesondere für Import-Rosen. Hier wirken sich auch die gestiegenen Transportkosten aus. Bei Zimmer- und Gartenpflanzen setzt sich die positive Entwicklung fort. Gerade Arrangements sind in beiden Bereichen nach wie vor ein sehr gefragtes Produkt.

„Auffällig war in der zurückliegenden Frühjahrssaison, dass es kaum größere Spitzen bei der Anlieferung gab. Dadurch verliefen Vermarktung und Logistik gleichmäßiger. Dazu hat auch beigetragen, dass wir zwei Wochen früher als sonst in die Frühjahrssaison gestartet sind. Unabhängig davon wird die Planung der Anliefermengen und des Abverkaufs durch die teils unberechenbaren und häufiger werdenden Witterungsschwankungen schwieriger“, so Günther Esser und Cees Hoekstra.

Modernisierung der IT-Landschaft

Veiling Rhein-Maas ist seit Beginn des Jahres 2026 mit dem Projekt „SOT Refactoring“ beschäftigt. Hierbei handelt es sich um die Erneuerung der Programmiersprache für die bestehende SOT-Software, die für den Betrieb der Versteigerungsuhren sowie logistische und angegliederte Prozesse notwendig ist. Nicht SOT-basiert, aber auch von der Erneuerung betroffen, ist die Fernkauf-Applikation, mit der die Kundschaft von zu Hause aus simultan einkaufen kann. Betriebssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit stehen hier an erster Stelle. Das Projekt verläuft planmäßig und wird bis zum Sommer 2027 erfolgreich umgesetzt sein.

Messeaktivitäten

Anfang Juni hat Veiling Rhein-Maas die internationale Blumenmesse IFTEX in Nairobi, die größte Messe für Blumen und Pflanzen in Afrika, besucht. Der Vertreter von Veiling Rhein-Maas hat die Messe in Kenia genutzt, um Gespräche mit Lieferanten von Veiling Rhein-Maas zu führen und neue Kontakte mit Produzenten zu knüpfen. Die Messe in Kenia hat in diesem Jahr mit 210 Ausstellern eine neue Rekordgröße erreicht – das unterstreicht die Bedeutung Afrikas mit seinen Blumenproduzenten und -Exporteuren.

Schnittblumen aus Afrika stehen auch bei der zweiten African Week von Veiling Rhein-Maas vom 12. bis 14. Oktober im Fokus. Die Premiere der Veranstaltung sorgte 2025 mit einem farbenfrohen Foyer, spannenden Gesprächen mit Kundschaft und Anlieferern sowie interessanten Einblicken in die Welt der afrikanischen Schnittblumen für viel positive Resonanz. Mitte Oktober wird das Foyer von Veiling Rhein-Maas daher wieder ganz im Zeichen der afrikanischen Blumenwelt und internationaler Partnerschaften stehen.